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Mexiko, meine Highlights – Von Playa del Carmen bis Tulum

12. Juli 2017
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Heute möchte ich euch von meinem Mexiko-Trip erzählen. Und eines Vorweg: Mexico ist ein wundervolles Land mit unglaublich abwechslungsreichen Orten.

Unser Reise begann in Hamburg. Wir sind über Paris nach Cancun geflogen. Dort sind wir in einen ADO Reisebus gesprungen und direkt nach Playa del Carmen gefahren.

Playa Del Carmen

Unsere Unterkunft war absolut empfehlenswert. Zwar nicht typisch mexikanisch, aber trotzdem toll. Inklusive waren sogar zwei Fahrräder, mit denen wir dann den Ort erkunden konnten. Playa del Carmen ist sehr touristisch ausgelegt. Und das meine ich überhaupt nicht negativ. Man kann hier super shoppen gehen. Neben Sephora, Victoria’s Secret und Co. gibt es hier viele Labels, die wir in Deutschland nicht haben. Und dann macht es ja meist besonders viel Spaß.

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Natürlich gibt es in Playa del Carmen auch einen tollen Strand. Der ist nur leider oft voll bzw. von den großen Bettenburgen besiedelt. Wenn man etwas mehr Ruhe haben möchte, empfiehlt es sich zum „Playacar“ Strand zu fahren. Dies ist ein abgegrenztes Wohnviertel mit Häusern und einem Privatstrand der quasi leer – aber für jeden zugänglich ist. Hier gibt es nur Wasser, Sonne und Sand 😉

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An den belebteren Stränden kann man sich dann mit den üblichen Aktivitäten wir Parasailing, Wasser-Motorbike und Co. die Zeit vertreiben. Wir haben es mit Parasailing versucht und uns quasi im Duett in die Hose gemacht. Ich weiß nicht wie lang das Seil war, aber gefühlt sind wir 80 m über dem karibischen Meer geflogen und waren nur mit einem Karabinerhaken gesichert. Das erklärt übrigens auch die verwackelten Bilder und mein wahnsinniges dummes Gesicht.

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Mein absoluter Tipp ist ein Ausflug zur Cenote „Eden“. Diese erreicht man super mit den „Collectivo“ Bussen. Diese Busse haben meist 12 Sitze und fahren täglich zwischen den umliegenden Orten hin und her. Man stellt sich einfach an den Straßenrand und gibt den Fahrern ein Zeichen und schon halten sie an. Beim Einsteigen sagt man kurz wo man hin will und sucht sich einen Platz. Meistens haben die Fahrten um die 2 Euro gekostet. Bis zur Cenote Eden sind es von Playa del Carmen ca. 20 Minuten Fahrt.

Cenote Eden

Eine Cenote ist eine teilweise offenliegende Frischwasser-Höhle. Für mich sind es irgendwie eine Art Erdlöcher, gefüllt mit Wasser. Manchmal weniger tief und manchmal beängstigend tief. Aber immer atemberaubend und wunderschön. In Mexico gibt es sehr viele davon. Wir haben 3 besucht und die Cenote Eden war mein Favorit. Wahrscheinlich hat auch deshalb H&M seine letzte Sommer-Kampagne genau dort gedreht 😉

An so einem Ort kann man ins klare kalte Frischwasser hüpfen, darin baden, schnorcheln und einfach den Anblick genießen. Die Eden Cenote war relativ ruhig und somit konnten wir sie quasi ungestört genießen.

Hier bin ich das erste Mal aus einer Höhe von 4 Metern in ein mir unbekanntes Gewässer gehüpft. Ahhhhh

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Good to know: Damit die Cenoten so schön bleiben und ihre Trinkwasserqualität behalten, sollte man entweder keinen Sonnenschutz benutzen oder Bio Sonnencreme. Die kauft man am Besten in Deutschland, da solche Produkte in Urlaubsregionen nie günstig sind. Allerdings muss man wirklich aufpassen, dass man sich nicht verbrennt, da das Wasser auch stark reflektiert. Also unbedingt im Schatten bleiben.

Nach 3 Tagen ging es für uns weiter nach Tulum. Die längeren Reisen haben wir immer mit den ADO Bussen unternommen. Diese haben faire Preise und sind mit TV, Klimaanlage und Toiletten ausgestattet. Allerdings empfiehlt es sich in den Bussen immer etwas zum Überziehen dabei zu haben. Bei Außentemperaturen von 30 Grad kühlen die Mexikaner ihre Geschäfte, Busse und Wohnungen gern auf 16 Grad herunter. Manchmal habe ich mir fast einen Schal herbeigewünscht 😉

Tulum

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Tulum isr ein ruhiger, fast verschlafener Ort, indem sich ebenfalls alles auf die Touristen konzentriert. Da wir in der Nebensaison dort waren, war es in sämtlichen Orten angenehm und nicht zu voll. Nach unserem Bali-Trip in der Hauptsaison haben wir ja ein wenig dazugelernt 😉

Unser Apartment im Hotel „Azura“ war direkt im Ort. Der Strand ist von dort ca. 5 km entfernt. Bei unseren Reiseplänen haben wir das zwar wahrgenommen, aber uns war nicht bewusst, wie anstrengend eine Radfahrt bei 30 Grad in der prallen Sonne ist. Diese Fahrt haben wir an 2 Tagen gemacht, allerdings habe ich sie bereits nach dem ersten Mal verflucht. Ich würde also empfehlen, ein Hotel direkt am Strand zu buchen. Bei uns waren die erschwinglichen Unterkünfte leider bereits ausgebucht. Eine Unterkunft, die immer wieder namentlich empfohlen wurde, ist das Papaya Playa Projekt.

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Chichen Itza

In Tulum haben wir uns erstmals an einen Tagesausflug gewagt. Und zwar sind wir mit iTours zur Cenote „Ik Kil“ und zur Maya Ruine „Chichen Itza“ gefahren. Die beiden Sehenswürdigkeiten waren toll und absolut sehenswert.

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Die Reise dorthin eher mittelmäßig. 3 Stunden hin und noch einmal 3 Stunden Rückfahrt sorgten dafür, dass wir in der Cenote „Ik Kil“ genau 60 Minuten Zeit hatten um uns umzuziehen, anzustellen, reinzuhüpfen und wieder umzuziehen. Da die Cenote ganz in der Nähe der Maya Ruine liegt, ist diese ein sehr beliebter Ort für sämtliche Touristenunternehmen ihre Busse hinzufahren und die Insassen dort für kurze Zeit loszulassen, damit sie schnell ein paar Bilder machen können. Demzufolge war es dort sehr sehr voll und eher hektisch. Obwohl die Cenote sehr beeindruckend war, trügte der Touristenansturm etwas unsere Euphorie.

Direkt danach wurden wir in ein Restaurant gefahren, welches so groß war, dass mehrere Busladungen reinpassten. Ich wartete eigentlich nur darauf, dass uns jeden Moment noch jemand eine Heizdecke verkaufen will.

Nach dem Essen ging es dann zu einem der neuen sieben Weltwunder: Die Chichen Itza Ruinen, welche aus der späten Maya Zeit stammen.

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Wenn man sich für einen dieser Tagesausflüge entscheidet, muss man sich vorher darüber im Klaren sein, dass diese Ausflüge meist von hunderten Touristen am selben Tag unternommen werden. Mit Ruhe und Gemütlichkeit ist da also nicht viel.

Maya Ruinen von Tulum

Am nächsten Tag haben wir uns deshalb unsere gemieteten Fahrräder geschnappt und sind damit zu den Maya Ruinen von Tulum gefahren. Von Tulum aus fährt man ca. eine viertel Stunde dorthin.

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Hier ist es ganz wichtig, dass man gleich morgens dort ist. Am besten direkt 8:00 Uhr, nach dem sie geöffnet haben. Denn nur so kann man sich die Ruinen in Ruhe anschauen und Bilder machen. Wir waren leider 2 Stunden später da und rutschten mitten in den Touristenansturm hinein. Da muss man an den besonders schönen Steinen auch mal Schlange stehen um ein Foto zu machen.

Direkt bei den Ruinen ist auch ein wunderschöner Strand, an dem man baden kann. Leider war er bei uns gesperrt, weil es an diesem Tag zu windig war.

Akumal

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Einen Tagesausflug, den man auch machen sollte, ist der nach Akumal oder auch „Turtle Beach“ genannt. Diesen Tipp haben wir vom Reiseblogger „Pause the Moment“ bekommen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall sich dort mal ein paar Videos anzuschauen. Von Tulum nimmt man einfach einen Collectivo Bus bis nach Akumal. Die Fahrtzeit beträgt ca. 25 Minuten. Dort kann man mit Schildkröten schwimmen. Wir haben zwar eine Weile gebraucht, bis wir sie gefunden haben, aber umso sprachloser waren wir dann. Auf einmal schwamm so ein riesen Exemplar ca. 50 cm vor meinen Augen. Ich habe mich richtig erschrocken – aber WAR COOL.

Entgegen der Empfehlungen der vielen Guides, haben wir es auf eigene Faust auch geschafft die Schildkröten zu sehen und das sogar ohne Schwimmwesten. Angeblich sind diese Pflicht, jedoch wird das weder kontrolliert, noch ist es irgendwo ausgeschildert. Man muss also nicht in eine der riesen Touristengruppen beitreten, Geld für Guide, Weste und Fotos bezahlen, um die Schildkröten zu sehen. Es klappt auch ohne Schwimmweste und mit Schnorchel und Taucherbrille aus dem Supermarkt 😉 Da der Strand sehr bekannt für die vielen Schildkröten ist, versucht man natürlich auch Geld damit zu verdienen.

Essen

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Ein typisch mexikanisches Essen, was es für mich des öfteren gab, waren vegetarische Fajitas. Das ist in schmale Streifen geschnittenes, gebratenes Gemüse, welches auf einem Weizentortilla serviert wird.

In sämtlichen Orten in denen wir waren, gab es immer mehrere vegetarische Restaurants. Viel mehr als bei uns in Deutschland. Das beste Veggie Restaurant in Tulum war das „La Vegetariana“, „Charly’s Tacos“ und das „Restaurare“. Für Fleischesser empfehle ich das Argentinische Restaurant „Casa Banana“. In Playa del Carmen gab es so viele, dass ich mich kaum festlegen kann. Wenn ihr also mal dort seid, empfehle ich euch das „La Sepia“, das „Clorofila“ und das „Kaxapa Factory“ (venezuleanische Küche). Auf Holbox solltet ihr das „El Chapulim“ auf eure Liste setzen.

Holbox

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Nach 7 Tagen Tulum ging es für uns wieder weiter. Und zwar auf die Insel Holbox. Zuerst sind wir mit dem ADO Bus nach Chequila gefahren um dann weiter mit der Fähre, für ca. 20 Minuten, direkt nach Holbox zu reisen.

Holbox befindet sich an der Nordküste der Halbinsel Yucatán im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo. Die Insel liegt an der Yucatánstraße Meeresstraße, die den Golf von Mexiko und das Karibische Meer verbindet. Sie hat eine Länge von 42 km und eine Breite von etwa 2 km. Teilweise besteht die Insel aus kilometerlangen, unberührten Sandstränden. Allerdings wächst das Stadtzentrum immer mehr zu einem Touristenort heran. Ursprünglich lebten die Einwohner vom Fischen, jedoch kommen immer mehr Restaurants und Geschäfte hinzu, wodurch die Einheimischen auch immer mehr vom Tourismus leben.

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Holbox ist eine traumhafte und sehr ruhige Insel. Die einzige Beschäftigungen sind am Strand liegen, mit dem Golf-Caddy rumfahren oder einen Ausflug zu der Lagune Yalahao mit den Flamingos und Pelikanen zu machen. Das ist für einen Strandurlaub eigentlich genug, aber wenn man eher Action und Abwechslung braucht, dann sollte man nicht mehr als 3 Tage Holbox einplanen. Ansonsten könnte sich ein Inselkoller einschleichen 😉

Mückenschutz

In ganz Mexiko und vor allem auf Holbox sollte man sich gut vor Insekten schützen. Wir hatten gute und schlechte Mittelchen dabei. Zu empfehlen ist das Moskito-Spray von DM.

Entgegen aller Erwartungen (denn man liest die schlimmsten Geschichten über die Mücken auf Holbox) habe ich es längst nicht so schlimm empfunden, wie gedacht. Klar, ich hatte ein paar Stiche, aber das waren nicht mehr, als in allen anderen Urlauben. Allerdings sind manche Stiche (z.B. die bei meinem Freund) sehr stark angeschwollen. Ich war sehr froh, dass mir das erspart geblieben ist. Die Einheimischen sorgen mit ihren Räucherstäbchen oder Feuerchen auch ganz gut dafür, dass die Touristen nicht von dem Ungeziefer aufgefressen werden.

KLIMA/Menschen

Die Temperaturen im April (Mitte-Ende April) lagen konstant bei ca. 30 Grad. Diese Reisezeit ist sehr zu empfehlen, da es sich noch um die Vor-Saison handelt. Die Touristenorte sind noch nicht so voll und dadurch angenehm zu erkunden. Unverzichtbar sind gute Sonnencremes, sowie ein Sonnenschutz für den Kopf und die Augen. Die Sonne scheint sehr stark und man hat oft keinen Schatten in den man sich setzen kann.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass die Mexikaner ein sehr angenehmes Volk sind. Sie sind zurückhaltend, freundlich und man hat nie das Gefühl, etwas kaufen zu müssen oder über den Tisch gezogen zu werden. Das hatte ich nämlich auf Bali leider schon ein paar Mal. Ein einfaches „Nein, danke“ reicht aus, um sich Ruhe zu verschaffen. Wenn man etwas spanisch spricht, ist man auf jeden Fall im Vorteil, denn nur einige Mexikaner sprechen Englisch.

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Nach unserem Urlaub wurden wir sehr oft gefragt, ob es denn gefährlich sei in Mexiko. Da wir in den touristischsten Orten waren, die Mexiko so hat, können wir nur davon sprechen, aber dort hatten wir nicht ein einziges Mal das Gefühl, dass wir in einer unsicheren Situation waren (ok, außer vielleicht beim Parasailing ;)). Also keine Drogendealer, keine Gangs und auch keine Schießerei in unserer Nähe. Zumindest nicht, dass wir etwas davon mitbekommen hätten.

Ich kann euch einen Mexiko-Urlaub nur wärmstens weiterempfehlen. Solltet ihr noch Fragen haben, beantworte ich diese natürlich gern. Hinterlasst einfach einen Kommentar und ich melde mich zurück.

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4 Comments

  • Reply Lilith 12. Juli 2017 at 20:55

    Vielen Dank für diesen schönen Reisebericht! Ich hatte keine Vorstellung von Mexiko.

    • Reply Jojo 12. Juli 2017 at 20:56

      Oh wie mich das freut! Danke für den netten Kommentar.

      Lg jojo

  • Reply Vanessa 12. Juli 2017 at 21:24

    Danke für deinen Bericht! Für uns geht es in knapp 10 Wochen nach Mexiko & ich kann es kaum noch erwarten 🙂

    • Reply Jojo 12. Juli 2017 at 21:36

      Oh wie toll! Das wird dir riesig gefallen!

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